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Decodium Mobile über Decolink

Wie das Audio des Funkgeräts — und die Gerätesteuerung — vom Shack-Rechner aufs Telefon kommt: zu Hause im selben Netz oder überall sonst über den Server.

Decodium 4.0 Mobile Decolink · Protokoll v3 17. August 2026

Bevor es losgeht

Am Rechner

Decolink läuft neben dem Funkgerät, mit angeschlossenem USB-CODEC des Geräts. Es schickt das Audio und stellt auf Wunsch das CAT bereit.

Am Telefon

Decodium 4 Mobile. Alles wird an einer Stelle eingestellt: das Zahnrad ⚙ oben, Abschnitte Station, Audio und CAT / Rig.

Nur für das Relay

Ein freigegebener Zugang auf decolink.ft2.it. Im lokalen Netz braucht es keinen: keine Anmeldung, nichts verlässt das Haus.

Die drei Verbindungen

Decolink und Decodium Mobile müssen auf derselben Betriebsart stehen: das ist der häufigste Fehler, und er meldet sich nicht deutlich.

ArtWann Wer ruft wenPortZu öffnen
LANTelefon und Rechner im selben WLANDer Rechner schickt das Audio an die IP des Telefons 5555Nichts
RelayUnterwegs, auch im MobilfunkBeide verbinden sich zum Server 5555Nichts
ZuhauseUnterwegs, ohne den ServerDas Telefon ruft deine Heimadresse an 5555UDP 5555 im Router

Das Relay ist die Art, die immer funktioniert: keine der beiden Seiten muss von außen erreichbar sein, denn beide melden sich von selbst beim Server. Es ist auch die einzige, die einen Zugang braucht.

Weg A · lokales Netz

Am Rechner · Decolink

Schick das Audio an die Adresse des Telefons

  1. Funkgerät-Audio → den USB-CODEC des Transceivers wählen.Das ist der Eingang, an dem das empfangene Signal ankommt, nicht das Mikrofon des Rechners.
  2. BetriebsartDirektes LAN
  3. Host → die IP-Adresse des Telefons im heimischen WLAN.Am Telefon steht sie unter Einstellungen → WLAN → das verbundene Netz. Sie sieht aus wie 192.168.1.42.
  4. Port5555
  5. Auf Start drücken. Der Pegel muss sich im Takt des Bandrauschens bewegen.
Am Telefon · Decodium Mobile

Auf Empfang gehen

  1. ⚙ → Station: Rufzeichen, Locator, Rapport.Ohne Rufzeichen und Locator lassen sich die Meldungen nicht zusammensetzen.
  2. Audio → VerbindungLAN
  3. Port5555, derselbe wie in Decolink
  4. Auf Empfangen drücken. Es erscheint „Höre auf Port 5555“: von da an füllt sich der Wasserfall, sobald der Rechner zu senden beginnt.
Im LAN wartet das Telefon, es ruft nicht an

Der Rechner muss die IP des Telefons kennen. Vergibt der Router die Adressen reihum, gehört diese IP morgen jemand anderem und das Audio kommt nicht mehr an: reserviere dem Telefon im Router eine feste Adresse, oder prüfe das Feld Host vor jeder Sitzung.

Weg B · Relay auf dem Server

Einmalig · im Browser

Zugang zur Station beantragen

  1. https://decolink.ft2.it/registrati öffnen
  2. E-Mail, Passwort, Rufzeichen und die gewünschte Station eintragen.
  3. Auf die Freigabe warten.Der Antrag bleibt offen, bis der Stationsinhaber ihn annimmt: er entscheidet, automatisch geht das nicht. Er legt auch deine Rolle fest.
Inhaber
hört und sendet — es ist seine Station
Operator
hört und sendet — vom Inhaber berechtigt
Zuhörer
nur Empfang — die Sendetaste bleibt aus
Am Rechner · Decolink

Bring die Station ins Relay

  1. Serverdecolink.ft2.it, dann E-Mail und Passwort, und auf Anmelden drücken.Bleibt die Station allein in Betrieb, „Passwort merken“ ankreuzen: nach einem Neustart läuft sie wieder an, ohne dass jemand an der Tastatur sitzt.
  2. BetriebsartRelay + Station
  3. Hostdecolink.ft2.it · Port5555
  4. ProfilPCM 48 kHzDie komprimierten Profile kommen auf ein Fünfundzwanzigstel herunter, aber hebe sie dir auf: prüfe erst, ob die Verbindung so trägt. Die Tabelle unten sagt, was jedes kostet.
  5. Auf Start drücken.
Am Telefon · Decodium Mobile

Mit deinen Zugangsdaten anmelden

  1. ⚙ → Audio → VerbindungRelay
  2. Die Anmeldefelder ausfüllen und auf Anmelden drücken.
  3. Die Statuszeile prüfen: dort müssen dein Rufzeichen, die Station und die Rolle stehen.Steht dort „Du bist als Zuhörer drin“, empfängst du, sendest aber nicht: das ist die Rolle, kein Fehler.
  4. Port5555, dann Empfangen.
Anmeldung
decolink.ft2.it
E-Mail
die, mit der du dich registriert hast
Passwort
das deines Decolink-Zugangs
Relay
leer lassen: es nimmt die Adresse der Anmeldung
Port
5555
Die Erlaubnis gilt eine Stunde

Der Server gibt einen Ausweis aus, der nach sechzig Minuten abläuft. Ist „Passwort merken“ aktiv, erneuert die App ihn eine Minute vorher von selbst; ohne bleibt das Audio nach einer Stunde ohne Erklärung stehen und du musst dich von Hand neu anmelden. Auf dem Telefon liegt das Passwort im verschlüsselten Schlüsselbund des Systems, außerhalb der Sicherungen.

Weg C · das Telefon ruft zu Hause an

Für alle, die den Server umgehen wollen und eine von außen erreichbare Adresse haben. Dafür muss man in den Router hinein.

  1. Im Router: den Port UDP 5555 an die Adresse des Shack-Rechners weiterleiten.
  2. In Decolink: Betriebsart Das Telefon ruft zu Hause an, Port 5555. Das Feld Host bleibt leer: das Telefon meldet sich.
  3. Am Telefon: Verbindung Zuhause, im Adressfeld dein DynDNS-Name (zum Beispiel iu8lmc.ddns.net), Port 5555, dann Empfangen.

Bei einem Hausanschluss hinter CG-NAT — viele Glasfaseranschlüsse und fast alle Mobilfunkleitungen — kann diese Art nicht funktionieren: von außen erreicht dich niemand. Genau dafür gibt es das Relay.

Das Funkgerät steuern

Audio und CAT sind zwei getrennte Dinge: empfangen geht auch ohne CAT, aber ohne CAT weiß das Telefon nicht, auf welcher Frequenz du bist, und kann weder das Band wechseln noch auf Sendung gehen.

QuelleWie es sich verbindetWo es geht
TCP zum PCIn Decolink „CAT ans Telefon liefern“ ankreuzen; am Telefon die IP des Rechners und Port 4532 eintragenLokales Netz
USB-OTGKabel vom Telefon zum Funkgerät, kein Rechner dazwischenÜberall, solange das Funkgerät in Kabellänge steht
AudiokanalDie Befehle laufen in der bereits offenen Audioverbindung mitÜberall — die richtige Wahl bei Relay oder Zuhause

Beim Audiokanal ist nichts weiter zu öffnen: damit er funktioniert, müssen zwei Dinge stimmen — das Netz-Audio läuft bereits, und CAT ist in Decolink eingeschaltet.

Wie viel Bandbreite es braucht

Das Profil wird in Decolink gewählt und gilt für die ganze Verbindung. Zwischen dem ersten und dem letzten liegen drei Größenordnungen, und das ist kein Detail: es entscheidet, welche Verbindungen überhaupt möglich sind.

ProfilBandbreiteWann
PCM 48 kHz808 kbit/sFunktioniert mit allem, keine Kompression. Der Ausgangspunkt: 364 MB pro Stunde.
PCM 12 kHz232 kbit/sReichlich für SSB, das nur 2,7 kHz belegt. Klingt es am Telefon zu schnell, zurück auf 48.
Sprache (Opus)32 kbit/sFonie: fünfundzwanzigmal weniger als PCM. Erfordert ein aktuelles Telefon auf der Gegenseite.
CW (Opus)20 kbit/sSchmalbandige Telegrafie: vierzigmal weniger als PCM.
Digimodes146 kbit/sVerlustfrei komprimiert: FT8 und ähnliche dekodieren wie auf PCM, denn es ist dasselbe Signal.
CW-Tastung2,4 kbit/sNur die Tastzeitpunkte. Der ganze Kontext geht verloren — QSB, QRM, wer neben der Frequenz ruft — dafür kommt es überall durch.

Unter 20 kbit/s wiegt die Hülle mehr als der Inhalt: jedes Paket trägt 28 Byte IP- und UDP-Kopfdaten, und den Codec weiter zu senken bringt nichts mehr. Darum werden mehrere Frames in ein Paket gebündelt: bei 40 ms Paketlänge spart man 18% der Bandbreite, und die zusätzliche Verzögerung merkt man nicht.

Wenn nichts ankommt

„Höre auf Port 5555 — der PC muss das Audio hierher schicken“Du bist in der Betriebsart LAN, wolltest aber das Relay. Im LAN wartet das Telefon nur: es meldet sich nirgends an, und du wartest auf Audio, das niemand schickt. Stell die Verbindung auf Relay.
„Name nicht aufgelöst“Die eingetragene Adresse gibt es nicht, oder das Telefon hat kein Netz. Prüfe, ob im Relay-Feld versehentlich https:// steht.
„Port 5555 belegt“Eine andere App hält diesen Port. Schließe sie, oder nimm einen anderen — und ändere ihn in beiden Programmen.
„Server nicht erreichbar“Das ist ein Verbindungsproblem, kein Passwortproblem: die App unterscheidet beides mit Absicht. Prüfe, ob du Netz hast, und versuch es noch einmal.
Das Audio läuft an und bricht nach wenigen Sekunden abDas Relay wirft hinaus, wer fünfzehn Sekunden lang stumm bleibt. Passiert das andauernd, verliert das Netz Pakete: wechsle auf das Profil Sprache, das fünfundzwanzigmal weniger braucht als PCM.
Der Wasserfall läuft, aber nichts wird dekodiertFast immer ist es die Uhr: die digitalen Betriebsarten stehen und fallen mit der exakten Sekunde. Lass das Telefon die Zeit aus dem Netz holen.

Ohne Funkgerät ausprobieren

Die Taste Demo neben Empfangen schaltet ein erfundenes Band mit fünf Stationen und durchlaufenden Dekodierungen ein. Sie zeigt, wie sich die App verhält, bevor irgendetwas angeschlossen ist — gut, um zu lernen, wohin man schaut, bevor man einen Fehler sucht, den es nicht gibt.