Decodium Mobile über Decolink
Wie das Audio des Funkgeräts — und die Gerätesteuerung — vom Shack-Rechner aufs Telefon kommt: zu Hause im selben Netz oder überall sonst über den Server.
Bevor es losgeht
Am Rechner
Decolink läuft neben dem Funkgerät, mit angeschlossenem USB-CODEC des Geräts. Es schickt das Audio und stellt auf Wunsch das CAT bereit.
Am Telefon
Decodium 4 Mobile. Alles wird an einer Stelle eingestellt: das Zahnrad ⚙ oben, Abschnitte Station, Audio und CAT / Rig.
Nur für das Relay
Ein freigegebener Zugang auf decolink.ft2.it. Im lokalen Netz braucht es keinen: keine Anmeldung, nichts verlässt das Haus.
Die drei Verbindungen
Decolink und Decodium Mobile müssen auf derselben Betriebsart stehen: das ist der häufigste Fehler, und er meldet sich nicht deutlich.
| Art | Wann | Wer ruft wen | Port | Zu öffnen |
|---|---|---|---|---|
| LAN | Telefon und Rechner im selben WLAN | Der Rechner schickt das Audio an die IP des Telefons | 5555 | Nichts |
| Relay | Unterwegs, auch im Mobilfunk | Beide verbinden sich zum Server | 5555 | Nichts |
| Zuhause | Unterwegs, ohne den Server | Das Telefon ruft deine Heimadresse an | 5555 | UDP 5555 im Router |
Das Relay ist die Art, die immer funktioniert: keine der beiden Seiten muss von außen erreichbar sein, denn beide melden sich von selbst beim Server. Es ist auch die einzige, die einen Zugang braucht.
Weg A · lokales Netz
Schick das Audio an die Adresse des Telefons
- Funkgerät-Audio → den USB-CODEC des Transceivers wählen.Das ist der Eingang, an dem das empfangene Signal ankommt, nicht das Mikrofon des Rechners.
- Betriebsart →
Direktes LAN - Host → die IP-Adresse des Telefons im heimischen WLAN.Am Telefon steht sie unter Einstellungen → WLAN → das verbundene Netz. Sie sieht aus wie 192.168.1.42.
- Port →
5555 - Auf Start drücken. Der Pegel muss sich im Takt des Bandrauschens bewegen.
Auf Empfang gehen
- ⚙ → Station: Rufzeichen, Locator, Rapport.Ohne Rufzeichen und Locator lassen sich die Meldungen nicht zusammensetzen.
- Audio → Verbindung →
LAN - Port →
5555, derselbe wie in Decolink - Auf Empfangen drücken. Es erscheint „Höre auf Port 5555“: von da an füllt sich der Wasserfall, sobald der Rechner zu senden beginnt.
Der Rechner muss die IP des Telefons kennen. Vergibt der Router die Adressen reihum, gehört diese IP morgen jemand anderem und das Audio kommt nicht mehr an: reserviere dem Telefon im Router eine feste Adresse, oder prüfe das Feld Host vor jeder Sitzung.
Weg B · Relay auf dem Server
Zugang zur Station beantragen
https://decolink.ft2.it/registratiöffnen- E-Mail, Passwort, Rufzeichen und die gewünschte Station eintragen.
- Auf die Freigabe warten.Der Antrag bleibt offen, bis der Stationsinhaber ihn annimmt: er entscheidet, automatisch geht das nicht. Er legt auch deine Rolle fest.
- Inhaber
- hört und sendet — es ist seine Station
- Operator
- hört und sendet — vom Inhaber berechtigt
- Zuhörer
- nur Empfang — die Sendetaste bleibt aus
Bring die Station ins Relay
- Server →
decolink.ft2.it, dann E-Mail und Passwort, und auf Anmelden drücken.Bleibt die Station allein in Betrieb, „Passwort merken“ ankreuzen: nach einem Neustart läuft sie wieder an, ohne dass jemand an der Tastatur sitzt. - Betriebsart →
Relay + Station - Host →
decolink.ft2.it· Port →5555 - Profil →
PCM 48 kHzDie komprimierten Profile kommen auf ein Fünfundzwanzigstel herunter, aber hebe sie dir auf: prüfe erst, ob die Verbindung so trägt. Die Tabelle unten sagt, was jedes kostet. - Auf Start drücken.
Mit deinen Zugangsdaten anmelden
- ⚙ → Audio → Verbindung →
Relay - Die Anmeldefelder ausfüllen und auf Anmelden drücken.
- Die Statuszeile prüfen: dort müssen dein Rufzeichen, die Station und die Rolle stehen.Steht dort „Du bist als Zuhörer drin“, empfängst du, sendest aber nicht: das ist die Rolle, kein Fehler.
- Port →
5555, dann Empfangen.
- Anmeldung
- decolink.ft2.it
- die, mit der du dich registriert hast
- Passwort
- das deines Decolink-Zugangs
- Relay
- leer lassen: es nimmt die Adresse der Anmeldung
- Port
- 5555
Der Server gibt einen Ausweis aus, der nach sechzig Minuten abläuft. Ist „Passwort merken“ aktiv, erneuert die App ihn eine Minute vorher von selbst; ohne bleibt das Audio nach einer Stunde ohne Erklärung stehen und du musst dich von Hand neu anmelden. Auf dem Telefon liegt das Passwort im verschlüsselten Schlüsselbund des Systems, außerhalb der Sicherungen.
Weg C · das Telefon ruft zu Hause an
Für alle, die den Server umgehen wollen und eine von außen erreichbare Adresse haben. Dafür muss man in den Router hinein.
- Im Router: den Port
UDP 5555an die Adresse des Shack-Rechners weiterleiten. - In Decolink: Betriebsart
Das Telefon ruft zu Hause an, Port5555. Das Feld Host bleibt leer: das Telefon meldet sich. - Am Telefon: Verbindung
Zuhause, im Adressfeld dein DynDNS-Name (zum Beispieliu8lmc.ddns.net), Port5555, dann Empfangen.
Bei einem Hausanschluss hinter CG-NAT — viele Glasfaseranschlüsse und fast alle Mobilfunkleitungen — kann diese Art nicht funktionieren: von außen erreicht dich niemand. Genau dafür gibt es das Relay.
Das Funkgerät steuern
Audio und CAT sind zwei getrennte Dinge: empfangen geht auch ohne CAT, aber ohne CAT weiß das Telefon nicht, auf welcher Frequenz du bist, und kann weder das Band wechseln noch auf Sendung gehen.
| Quelle | Wie es sich verbindet | Wo es geht |
|---|---|---|
| TCP zum PC | In Decolink „CAT ans Telefon liefern“ ankreuzen; am Telefon die IP des Rechners und Port 4532 eintragen | Lokales Netz |
| USB-OTG | Kabel vom Telefon zum Funkgerät, kein Rechner dazwischen | Überall, solange das Funkgerät in Kabellänge steht |
| Audiokanal | Die Befehle laufen in der bereits offenen Audioverbindung mit | Überall — die richtige Wahl bei Relay oder Zuhause |
Beim Audiokanal ist nichts weiter zu öffnen: damit er funktioniert, müssen zwei Dinge stimmen — das Netz-Audio läuft bereits, und CAT ist in Decolink eingeschaltet.
Wie viel Bandbreite es braucht
Das Profil wird in Decolink gewählt und gilt für die ganze Verbindung. Zwischen dem ersten und dem letzten liegen drei Größenordnungen, und das ist kein Detail: es entscheidet, welche Verbindungen überhaupt möglich sind.
| Profil | Bandbreite | Wann |
|---|---|---|
| PCM 48 kHz | 808 kbit/s | Funktioniert mit allem, keine Kompression. Der Ausgangspunkt: 364 MB pro Stunde. |
| PCM 12 kHz | 232 kbit/s | Reichlich für SSB, das nur 2,7 kHz belegt. Klingt es am Telefon zu schnell, zurück auf 48. |
| Sprache (Opus) | 32 kbit/s | Fonie: fünfundzwanzigmal weniger als PCM. Erfordert ein aktuelles Telefon auf der Gegenseite. |
| CW (Opus) | 20 kbit/s | Schmalbandige Telegrafie: vierzigmal weniger als PCM. |
| Digimodes | 146 kbit/s | Verlustfrei komprimiert: FT8 und ähnliche dekodieren wie auf PCM, denn es ist dasselbe Signal. |
| CW-Tastung | 2,4 kbit/s | Nur die Tastzeitpunkte. Der ganze Kontext geht verloren — QSB, QRM, wer neben der Frequenz ruft — dafür kommt es überall durch. |
Unter 20 kbit/s wiegt die Hülle mehr als der Inhalt: jedes Paket trägt 28 Byte IP- und UDP-Kopfdaten, und den Codec weiter zu senken bringt nichts mehr. Darum werden mehrere Frames in ein Paket gebündelt: bei 40 ms Paketlänge spart man 18% der Bandbreite, und die zusätzliche Verzögerung merkt man nicht.
Wenn nichts ankommt
https:// steht.Ohne Funkgerät ausprobieren
Die Taste Demo neben Empfangen schaltet ein erfundenes Band mit fünf Stationen und durchlaufenden Dekodierungen ein. Sie zeigt, wie sich die App verhält, bevor irgendetwas angeschlossen ist — gut, um zu lernen, wohin man schaut, bevor man einen Fehler sucht, den es nicht gibt.